Hilft eine Massage bei Muskelkater?

Mann bekommt eine wohltuende Wellnessmassage
Michael Filipp Termin Massage
Ein Blogbeitrag von Michael

Kennst du dieses fiese Gefühl eines tiefen Muskelkaters, bei dem der anhaltende Schmerz in deinen Muskeln einfach nicht verschwinden will? Du versuchst es mit reiben und dehnen, doch nichts hilft. Ob eine Massage eine mögliche Lösung bei Muskelkater sein kann und worauf du dabei achten solltest, das klären wir in diesem Beitrag.

Die eigentliche Frage ist doch, warum es überhaupt erst zu einem Muskelkater kommen konnte. Denn ein Muskelkater ist wie ein übler Zahnschmerz, der einen über den Tag quält. Heftige Spannungen im Nacken und zwischen den Schulterblättern, die nur schwer erreichbar sind und natürlich auch die Beine – das sind die häufigsten Muskeln, die von Muskelkater betroffen sind.

Häufige Gründe für Muskelkater

Jeder von uns hatte sicher schon mindestens einmal in seinem Leben einen heftigen Muskelkater. Meistens nachdem man seit langem wieder mal Sport gemacht hat oder übermäßig viel körperliche Arbeit erledigt hat. Doch einen Muskelkater kannst du auch durch folgende Tätigkeiten bekommen:

Wiederholende Bewegungen – Führst du eine bestimmte Bewegung immer wieder nacheinander aus, so kann das deine Muskeln überbeanspruchen. In der Folge ermüdet deine Muskulatur, vor allem dann, wenn du diese Bewegung nicht gewohnt bist.

Überstreckung – Du greifst ins oberste Regal und streckst deinen Arm so weit wie es geht. Und schon ist es passiert. Die seitliche Rückenmuskulatur, genauer gesagt der Musculus latissimus dorsi, wird überstreckt und du trägst einen schmerzenden Muskelkater davon, der dich die nächsten Tage begleiten wird.

Falsche Schlafposition – Vor allem Seiten- und Bauchschläfer kennen das. Einmal falsch gedreht und in einer angespannten Körperhaltung eingeschlafen und schon wacht man morgens mit einem steifen Nacken oder schmerzenden Schultern wieder auf. Nicht selten gesellen sich im Laufe des Tages auch noch Kopfschmerzen mit dazu. Der Tag ist gelaufen, bevor er richtig angefangen hat.

Neue Routine – In deinem Leben hat sich etwas verändert. Du sitzt in deinem neuen Job nun mehr am Schreibtisch oder musst mehr körperliche Arbeiten verrichten. Du bist nun Mutter und trägst dein Neugeborenes auf dem Arm. Egal was es sein mag, du wusstest vorher nicht, dass es Muskelkater auslösen kann – jetzt weißt du es.

Ungünstige Bewegungen – Auch eine ungünstige Position der Arme beim Autofahren oder selbst das Rumliegen auf dem Sofa können zu einer Überlastung deiner Muskulatur führen. Hört sich komisch an, ist es aber nicht. Denn jeder Muskelkater ist unangenehm, ganz egal, woher er kommt.

Was hilft bei Muskelkater wirklich?

Wie du dir vorstellen kannst, haben auch wir Massagetherapeuten mit verspannten Muskeln und Muskelkater zu kämpfen. Meist nach einem langen Tag, an dem wir mehrere Kunden intensiv im Tiefengewebe massiert haben. Betroffen sind dann häufig der obere Rücken und die Schultern.

Zu meiner täglichen Routine gehören ein paar Dehnübungen am Morgen sowie das Rollen auf dem Duoball von Blackroll. Mit dieser Faszienrolle komme ich sogar an schwer erreichbare Stellen, da er im Vergleich zur „normalen“ Blackroll meine Wirbelsäule ausspart und somit tiefer in das Gewebe eindringen kann. Meist hilft mir diese Routine beim Lockern der Muskulatur, sodass ich entspannt in den Tag starten kann.

Mit Muskelkater zur Massage?

Es hat etwas sehr Befriedigendes und Wirksames, wenn ein Massagetherapeut einen schmerzenden Muskel mit langem, breitem Druck bearbeitet. Es fühlt sich einfach an, als würde sich etwas lösen. Ich mag Massagen mit mittlerem Druck und langen, gleitenden Streichbewegungen. Das gibt mir das gute, schmerzhafte Gefühl, das ich bei einer Massage liebe und genieße.

Selbstverständlich hat hier jeder unterschiedliche Vorlieben für seine Massage. Am besten du besprichst vorher mit deinem Masseur darüber, wo du aktuell am meisten Bedarf hast und was du dir von der Massage erhoffst. So kann er sich optimal auf dich einstellen und sowohl seine Massagetechniken  als auch den Druck perfekt auf dich anpassen.

Ist es ratsam, sich bei Muskelkater massieren lassen?

Eine Massage ist bei Muskelkater nicht nur ratsam, sondern sogar sehr empfehlenswert. Neueste Forschungen haben ergeben, dass eine Massage dazu beitragen kann, den Muskelkater zu lindern und zu einer Steigerung des Wohlbefindens beitragen kann. Man darf nicht vergessen, welche wichtige Rolle die Reduktion von Stress dabei spielt.

Zusätzlich können ätherische Öle wie beispielsweise Pfefferminzöl bei der Massage verwendet werden. Diese Aromaöle sollen entzündungshemmende Stoffe enthalten. Wichtig ist bei der Verwendung jedoch, dass deine Haut das Öl gut verträgt und nicht darauf reagiert. Wir empfehlen deshalb vor allem Bio Öle, da diese erfahrungsgemäß am besten verträglich sind.

Wichtig: Warte erst 1-2 Tage und mach erstmal das…

Gerade bei einem äußerst heftigen Muskelkater kann jede Berührung schmerzen. In diesem Fall wäre eine Massage nicht zu empfehlen und vom Schmerzempfinden auch gar nicht durchführbar. Da der Muskelkater meist nach 24 – 48 Stunden seinen Höhepunkt erreicht hat, solltest du in dieser Zeit folgendes tun:

Bewege dich. Mach alle paar Stunden einen kleinen Spaziergang. Nimm dir ein warmes Bad oder gehe in die Sauna. Diese Tipps können dir helfen, den Höhepunkt der Schmerzen zu überstehen, damit du anschließend deine Massage in vollen Zügen genießen kannst.

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