Wieviel Trinkgeld gibt man bei einer Massage?

Trinkgeld fuer Massagetherapeut
Michael Filipp Termin Massage
Ein Blog­beitrag von Michael Filipp

Es kann schwer sein, sich während einer Massage zu entspannen, wenn du nur daran denkst, wie viel Trinkgeld du später geben sollst. Gibt man einem Massagetherapeuten überhaupt ein Trinkgeld? Und wenn ja, wie viel ist angemessen? Diese Fragen klären wir in diesem Beitrag.

Das übliche Trinkgeld für einen Massagetherapeuten in Deutschland liegt bei 10 bis 15% auf den angegebenen Massagepreis. Häufig wird in der Praxis auf einen glatten Betrag abgerundet. Für längere Massagen erhalten Masseure in der Regel etwas mehr Trinkgeld, als für kürzere.

Während 10 % bis 15% das übliche Trinkgeld für einen Masseur sind, hängt es von einigen Faktoren ab, wieviel du letztendlich wirklich bereit bist, obendrauf zu legen.

Warum ist Trinkgeld wichtig?

Das Trinkgeld ist für viele Massagetherapeuten finanziell sehr hilfreich. Von den 75,-€ für eine klassische Ganzkörpermassage darf der einzelne Masseur natürlich nicht die vollen 75,-€ mit nach Hause nehmen. Er bekommt lediglich einen Prozentsatz davon.

Aus diesem Grund ist ein Trinkgeld, das direkt an den Massagetherapeuten geht, sehr willkommen. Das Geben einer Massage erfordert harte Arbeit und totale Hingabe. Alles für das Ziel, die nächsten zwei bis drei Wochen eine entspannte Muskulatur und ein gutes Gefühl bei dir hervorzu­rufen. Mit einem Trinkgeld würdigst du die Arbeit des Masseurs und signalisierst damit deine Dankbarkeit.

Was tun, wenn man mit der Massage unzufrieden ist?

Selbstverständlich hängt die Höhe des Trinkgeldes erheblich von der Qualität der Massage ab. Massiert der Therapeut zu sanft oder packt zu fest zu, so ist er auf dein Feedback angewiesen und sollte die Möglichkeit erhalten, sich auf dich einstellen.

Geschieht das nicht und die Massage endet für dich nicht zufriedenstellend, dann bist du natürlich nicht gezwungen, Trinkgeld zu geben. Dasselbe gilt für Störungen, die eventuell während der Massage aufgetreten sind.

Klingelt beispielsweise ständig das Telefon oder beendet der Masseur die Massagesession rechtzeitig, obwohl er später begonnen hat, ist dies als schlechter Service zu bewerten. Und diesen belohnst du sicher auch bei einem Kellner nicht mit einem Trinkgeld.

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Du kannst dir das Trinkgeld nicht leisten?

Wenn es dir aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, ein Trinkgeld dazulassen, ist das kein Problem. Bedanke dich freundlich für die Massage und alles ist in Ordnung. Ein Trinkgeld ist schließlich keine Pflicht und letztendlich bezahlst du den verlangten Preis.

Eine gute Möglichkeit, anderweitig deine Dankbarkeit für eine gute Massage zu zeigen ist folgende. Die meisten Massagetherapeuten und Studios freuen sich riesig über positive Rezensionen auf Google Maps oder anderen Bewertungsplattformen im Internet.

Schreibe deine Erfahrungen in einer 5-Sterne-Bewertung nieder und erwähne den Masseur namentlich, falls es nicht der Inhaber selbst ist. Damit machst du dem Massagestudio einen großen Gefallen und sie freuen sich darüber sicher genauso sehr wie über ein paar Euro mehr.

In welchen Fällen gibt man gar kein Trinkgeld?

Es gibt einige Massageorte, an denen du guten Gewissens auf ein Trinkgeld verzichten kannst. Dazu zählen All-Inclusive-Spas, in denen klar kommuniziert wird, dass es keine Trinkgeldpolitik gibt. Des Weiteren sind Trinkgelder überall dort unüblich, wo ein medizinischer Hintergrund besteht.

Ein Heilpraktiker, Chiropraktiker oder Physiotherapeut erhält in der Regel kein zusätzliches Trinkgeld und würde es auch nicht erwarten. Das wäre schließlich so, als würdest du deinem Arzt ein Trinkgeld geben wollen. Darüberhinaus ist es für einige dieser Berufe sicher auch rechtlich problematisch Trinkgeld anzunehmen.

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