Massage oder Manuelle Therapie? Die Unter­schiede im Detail

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Michael Filipp Termin Massage
Ein Blog­beitrag von Michael Filipp

Obwohl Massage und manuelle Therapie ähnlich klingen, sind sie keine gleichwertigen Behandlungen. Auch wenn beide Methoden darauf abzielen, den Körper zu entspannen und Schmerzen zu lindern, gibt es einige wesentliche Unterschiede. Welche das sind und warum die manuelle Therapie häufig die bessere Wahl ist, erfährst du in diesem Beitrag.

Der Unterschied zwischen Massage und manueller Therapie besteht vor allem in der Art und Weise, wie die Behandlungen durchgeführt werden. Massagen sind in der Regel oberflächlicher und konzentrieren sich auf die Muskeln, während manuelle Therapien tiefer gehen und auch Gelenke, Sehnen und Bänder behandeln. Darüber hinaus können bestimmte Techniken wie Triggerpunkt-Therapie, Fascial Release und Neuromuscular Re-Education verwendet werden, um bestimmte Problembereiche anzugehen.

Ein weiterer Unterschied ist die Art der Schmerzen, die mit jeder Behandlung gelindert werden können. Massagen eignen sich hervorragend zur Linderung von Muskelschmerzen, Verhärtungen und Verspannungen. Manuelle Therapien hingegen können bei Gelenkschmerzen, Nacken­schmerzen oder Rückenschmerzen helfen.

Wie funktioniert die Manuelle Therapie?

Manuelle Therapie ist eine wissenschaftlich fundierte medizinische Behandlung, die von Physiotherapeuten durchgeführt wird. Sie zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern und Beweglichkeit wiederherzustellen. Dazu gehören Techniken wie Gelenkmobilisierung oder Muskelenergietechnik (MET). Manuelle Therapeuten sind aufgrund ihrer intensiven Ausbildung in der Lage, genau zu diagnostizieren, welche Technik für das vorliegende Problem am besten geeignet ist.

Während Massagen allgemein als entspannend und stressabbauend gelten, sollten sie nicht mit manueller Therapie verwechselt werden. Manuelle Therapie ist eine anerkannte Behandlungs­methode mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern und Beweglichkeit wiederherzustellen. Bei der Entscheidung für eine Behandlung solltest du dich daher immer von einem Arzt oder einem qualifizierten Fachmann beraten lassen.

Die Unterschiede im Detail

Technik: Bei der klassischen Schwedischen Massage werden lange, gleichmäßige Streich­bewegungen verwendet, während bei der manuellen Therapie unterschiedliche Techniken angewendet werden, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Druck: Der Druck bei einer Massage ist meistens sanft bis mittelstark, bei der manuellen Therapie kann er jedoch stärker sein, um blockierte Muskeln oder Gelenke zu lösen.

Ziel: Das Hauptziel einer Massage ist Entspannung und Stressreduktion, während die manuelle Therapie Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern soll.

Dauer: Eine Massage dauert in der Regel 45-60 Minuten, eine manuelle Therapie kann jedoch im Einzelfall länger dauern.

Kosten: In der Regel sind Massagen günstiger als manuelle Therapien, müssen allerdings selbst bezahlt werden, sofern sie von einem Wellnessmasseur ausgeführt werden. Manuelle Therapien können vom Arzt verschrieben und daher von der Krankenkasse bezahlt werden.

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Massage und Manuelle Therapie kombinieren?

Manuelle Therapeuten arbeiten oft eng mit Ärzten oder Chiropraktikern zusammen, um festzustellen, ob eine bestimmte Verletzung behandelt werden sollte oder ob eine andere Form der Behandlung besser geeignet ist. Allerdings gibt es auch Masseure, die ähnlich eng mit Ärzten oder Heilpraktikern zusammenarbeiten. In vielen Fällen kann eine Kombination aus Massage (z.B. Sportmassage) und manueller Therapie am effektivsten sein.

Da die Überschneidungspunkte beider Behandlungsmethoden beim behandelnden Arzt oder Heilpraktiker liegen, sind sie diejenigen, die dir Auskunft über die Sinnhaftigkeit beider Methoden in deinem individuellen Fall geben können. Ebenso können sie dir eine Empfehlung für gute manuelle Therapeuten oder Masseure in deiner Nähe aussprechen.

Zusammenfassung

Wenn du nach einer Behandlung suchst, die hauptsächlich auf Entspannung abzielt, ist eine Massage die richtige Wahl für dich. Wenn du jedoch unter Schmerzen leidest oder deine Beweg­lichkeit verbessern möchtest, solltest du dich lieber für eine manuelle Therapie entscheiden.

Manuelle Therapien sind in der Regel teurer als Massagen, können aber unter Umständen vollständig von der Krankenkasse bezahlt werden. Sprich deshalb vorher unbedingt Kosten und Dauer der Behandlung mit deinem Arzt oder Physiotherapeuten ab.

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