Massage auf Rezept: Wann zahlt die Krankenkasse?

Massage auf Rezept
Michael Filipp Termin Massage
Ein Blog­beitrag von Michael Filipp

Viele Menschen fragen sich, ob eine Massage auch auf Rezept vom Arzt verschrieben werden kann. Die Antwort ist Ja – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. In diesem Beitrag erfährst du, wann eine Massage verschrieben wird und was du selbst beachten musst.

Eine ärztliche Verordnung für Massagen ist nur dann möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass die Massage medizinisch notwendig ist. Dies ist der Fall bei schmerzhaften Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur, bei Durchblutungsstörungen oder Lymphstauungen sowie bei Störungen des Bewegungsapparates.

Ebenfalls notwendig ist die Beachtung der sogenannten Indikationsstellung. Danach ist eine ärztliche Verordnung ausschliesslich dann möglich, wenn andere Behandlungsmethoden – etwa physiotherapeutische Übungen – bereits ausgeschöpft worden sind und keine ausreichende Linderung gebracht haben.

Beachte: Eine bloße Verordnung von Massagen reicht allein nicht aus. Vielmehr muss der behan­delnde Arzt gleichzeitig einen physiotherapeutischen Befund erstellen, der die Indikation begründet. Nur so ist eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen überhaupt erst möglich.

Kostenerstattung durch die Krankenkasse vs. Selbstbehalt

Welche Kosten für eine Massage bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung übernommen werden, hängt von mehreren Fakten ab – unter anderem davon, welche Krankheit vorliegt und in welchem Umfang bisher behandelt wurde. So haben Patienten mit chronischen Schmerzen Anspruch auf bis zu 10 Stunden für Krankengymnastik oder Massage pro Jahr. Bei akuten Schmerzen sind es maximal 5 Stunden.

Ist die Behandlungsweise bereits abgeschlossen, können nochmals 5 Stunde in Anspruch genommen und ersatzweise 2x 30 Minuten Thermalbad oder 1x 90 Minuten ambulante Badekur verordnet werden. Massagen im Rahmen der Rehabilitation (Reha) fallen grundsätzlich unter den Festbetrag und werden daher in der Regel vollumfänglich von der Krankenkasse übernommen.

Unterschiede bei den Krankenkassenleistungen:

Die meisten Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten in vollem Umfang, sofern sich die Patienten einer Voruntersuchung unterzogen haben und der behandelnde Arzt die Notwendigkeit einer Massagetherapie mit entsprechenden Nachweisen diagnostiziert hat. In einigen Fällen müssen die Patienten einen Selbstbehalt oder eine Zuzahlung leisten.

Der Eigenanteil ist jedoch individuell und kann je nach Versicherungsplan variieren. Für weitere Informationen über den Versicherungsschutz in deinem speziellen Fall, solltest du dich am besten direkt an deinen Versicherungsanbieter wenden.

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Was muss eine ärztliche Verordnung beinhalten?

Damit ein Massagetherapeut mit deiner Krankenkasse abrechnen kann, muss eine ärztliche Verordnung für eine Massagetherapie vorliegen, die folgende Angaben enthält:

  • Die Diagnose des Patienten
  • Die Anzahl der Massagen pro Woche/Monat, die der Patient erhalten soll
  • Die Dauer der Behandlung

Außerdem muss der Arzt seinen Befund in einem physiotherapeutischen Bericht dokumentieren, der begründet, warum die Massagetherapie notwendig ist. Überweisen darf ein Arzt nur an staatlich anerkannte medizinische Masseure, Physiotherapeuten und ausgebildete Heilpraktiker.

Ein Wellnessmasseur hingegen darf explizit keine Kassenpatienten übernehmen und grundsätzlich nicht behandeln, da er nur an gesunden Menschen arbeiten darf.

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Ist eine Massage auch ohne ärztliche Verschreibung möglich?

Wenn du kein ärztliches Rezept hast, musst du die gesamten Kosten für die medizinische Massage selbst tragen. Das hängt natürlich auch davon ab, ob die von dir gewünschte Behandlung als medizinisch notwendig anerkannt und damit von der Krankenkasse erstattungsfähig ist. Ist dies nicht der Fall, kannst du auch ohne ärztliche Verordnung eine Massagepraxis aufsuchen.

Auch wenn die Kosten dann zu 100% von dir getragen werden müssen, hast du dann immerhin den Vorteil, dass du aus mehreren verschiedenen Anbietern wählen kannst. Grund dafür ist, dass nicht verschriebene Massagen auch von Wellnessmasseuren durchgeführt werden können.

Diese richten sich ausschließlich an Selbstzahler und du kannst dort u.a. auch speziellere Massagen wie die Thai Massage, Hot Stone Massage oder die Deep Tissue Massage in Anspruch nehmen.

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Michael Filipp

Massagetherapeut und Inhaber von holyhands

Aus meiner Erfahrung als Massagetherapeut liefere ich dir auf meinem Blog wertvolle Informationen, Hilfestellungen und Produkt­vergleiche rund um das Thema Massage.

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