Sportmassage: Anwendung, Techniken und Vorteile

Frau bei einer Sportmassage
Michael Filipp Termin Massage
Ein Blog­beitrag von Michael Filipp

Bei einer Sportmassage handelt es sich um eine spezielle Massagetechnik, die darauf abzielt, die Leistungsfähigkeit zu steigern und Verletzungen vorzubeugen. In diesem Artikel geben wir einen kurzen Überblick über die Anwendung und die verschiedenen Techniken sowie die Vorteile und die Kontraindikationen von Sportmassagen.

Sportmassagen werden vor, während oder nach einem Training oder Wettkampf angewendet. Die Massage kann entweder allgemein zur Förderung der Durchblutung und Lockerung der Muskulatur oder lokal an bestimmten Körperstellen eingesetzt werden. Die häufigsten Techniken sind Streichen, Kneten, Dehnen und Reiben. Die Stärke des Massagegriffs variiert je nach Bedarf.

Anwendung der Sportmassage

Die Sportmassage kann in verschiedenen Situationen angewendet werden. Vor dem Training kann sie helfen, den Körper aufzuwärmen und die Muskeln vorzubereiten. Während des Trainings hilft sie, die Leistung zu verbessern, indem sie die Durchblutung fördert und Müdigkeit reduziert. Nach dem Training entspannt sie die Muskeln, lindert Schmerzen und trägt so zur schnelleren Erholung bei.

In erster Linie wird diese spezielle Massage bei Sportlern angewendet, die unter Muskelkater, Ver­spannungen oder Verhärtungen leiden. Doch auch für alle anderen, die unter Anspannungen am ganzen Körper leiden, ist eine Sportmassage eine wohltuende Entspannungsmethode.

Durch sie wird die Durchblutung angeregt und somit können Stoffwechselprodukte, die sich im Laufe des Tages angesammelt haben, besser abtransportiert werden. Zudem wird das allgemeine Wohlbefinden gesteigert und Stress abgebaut.

Techniken der Sportmassage

Die Techniken der Sportmassage sind sehr vielfältig und richten sich nach den Bedürfnissen des Athleten. Die häufigsten Techniken sind Streichung, Kneten, Dehnung und Druckpunktmassage.

  • Effleurage (Streichungen) ist eine sanfte Technik, die dazu dient, die Muskeln aufzuwärmen und zu entspannen. Dabei handelt es sich um lange Streichbewegungen in Richtung Herz mit den Handballen oder den Fingerkuppen, die unter anderem das Lymphsystem stimulieren.
  • Petrissage (Kneten und Walken) ist eine etwas aggressivere Technik, die mit den Daumen und den Handballen ausgeführt wird, dabei tiefer in die Muskeln eindringt und so den Blutfluss fördert. Petrissagetechniken eignen sich zur Lösung von Verspannungen und Verhärtungen in der Muskulatur sowie zum Abtransport von Stoffwechselprodukten.
  • Dehnung ist eine weitere gute Methode, um Verspannungen zu lösen, Schmerzen zu lindern und den Bewegungsumfang zu erhöhen.
  • Druckpunktmassage ist eine Technik, bei der bestimmte Punkte am Körper massiert werden, um Schmerzen zu lindern und Blockaden zu lösen.

Hinweis: Aufgrund der höheren Intensität, die eine Sportmassage erfordert, setzen viele Masseure neben ihren Händen auch ihre Unterarme und Ellbogen ein, um mehr Druck ausüben zu können.

Unterschiede zur klassischen Massage

Die klassische Schwedische Massage ist eine allgemeine Form der Massage, die sich nicht speziell an Sportler richtet. Sie dient in erster Linie dazu, Verspannungen zu lösen und den Körper zu entspannen. Die Sportmassage hingegen richtet sich speziell an Athleten und ist auf die Leistungsverbesserung und Verletzungsprävention ausgerichtet.

Die Techniken der Sportmassage sind daher etwas anders als die der klassischen Massage, da sie tiefer in die Muskeln eindringen und stärker auf die Stimulation der Durchblutung ausgerichtet sind. Die Sportmassage ist also eine etwas intensivere Anwendung als die klassische Massage.

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Vorteile der Sportmassage

Die Vorteile der Sportmassage sind vielfältig. Sie hilft nicht nur als effektives Mittel zur Erholung und Prävention von Verletzungen, sondern verbessert auch die Leistungsfähigkeit von Athleten aller Altersgruppen und Leistungsstufen. Zudem bietet die Massage folgende weitere Vorteile:

  • Verbesserte Leistungsfähigkeit
  • Kann Schmerzlinderung unterstützen
  • Reduktion von Muskelverspannung
  • Abbau von Stress
  • Verbesserung der Regenerationsfähigkeit
  • Aktivierung des zentralen Nervensystems
  • Stimulation des Kreislaufsystems
  • Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens
  • Verbesserte Schlafqualität

Kontraindikationen

Wie jede andere Anwendung hat auch die Sportmassage ihre Grenzen. Sie sollte nicht bei akuten Verletzungen wie z.B. Prellungen oder Zerrungen angewendet werden, da diese dadurch verschlimmert werden könnten. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten vorsichtig sein oder lieber einen Arzt oder Physiotherapeuten fragen, ob diese Behandlung für sie geeignet ist oder nicht.

Schwangere sollten ebenfalls besser Rücksprache mit ihrem Arzt halten, um das individuelle Risiko abschätzen zu lassen sowie Häufigkeit und Intensität der Anwendung abzuklären. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Schwangerschaftsmassage.

Sportmassage Ausbildung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Sportmassage zu erlernen. Die häufigste und effizienteste Methode ist der Besuch einer Massageschule und die Ausbildung zum Massagetherapeuten. Dort werden in der Regel Kurse angeboten, in denen die Grundlagen der Massage vermittelt werden. Viele dieser Kurse richten sich speziell an Sportler als Zielgruppe und beinhalten eine praktische Anwendung der Techniken.

Alternativ kann man auch einen praktizierenden Masseur als Privatlehrer engagieren oder einen Onlinekurs absolvieren. Wichtig ist, dass man sich vorher gut informiert und einen Lehrer oder ein Institut wählt, welches Erfahrung in der Sportmassage mitbringt.

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