Triggerpunkte behandeln mit einem Tennisball?

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Michael Filipp Termin Massage
Ein Blog­beitrag von Michael Filipp

Viele Menschen haben mit Knoten in der Muskulatur zu kämpfen, die sich schmerzhaft anfühlen. Diese häufigen Beschwerden sind als Triggerpunkte bekannt und sie können sehr unangenehm sein. Die gute Nachricht ist, dass es eine einfache und wirksame Methode gibt, Triggerpunkte zu Hause zu behandeln. Und zwar mit einem ganz normalen Tennisball.

Die Behandlung von Triggerpunkten mit einem Tennisball ist eine Form der Selbstmassage. Der Druck des Balls auf die Knoten in deinen Muskeln kann dabei unterstützen, die Verspannungen zu lösen und die Schmerzen zu lindern.

Was sind Triggerpunkte?

Bevor wir uns damit beschäftigen, wie Tennisbälle bei der Behandlung von Triggerpunkten helfen können, ist es wichtig zu verstehen, was Triggerpunkte überhaupt sind. Es handelt sich hierbei um Knoten, die sich in den Muskeln bilden, wenn diese überlastet oder gestresst werden.

Diese Knoten können sowohl örtlich begrenzte als auch ausstrahlende Schmerzen verursachen, was bedeutet, dass du durch sie auch ein Unwohlsein oder gar Schmerzen in anderen Körperbereichen spüren kannst. Unbehandelt können Triggerpunkte chronisch werden und zu weiterführenden Problemen wie Kopfschmerzen, Schwindel und sogar Kieferschmerzen führen.

Wie man eine Tennisball-Behandlung durchführt

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Triggerpunkte mit einem Tennisball zu bearbeiten: mit oder ohne Kleidung. Wenn du dich dafür entscheidest, die Behandlung mit Kleidung durchzuführen, ist es wichtig, etwas bequemes zu tragen, was deine Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Außerdem sollte die Kleidung dick genug sein, damit der Tennisball keine Schmerzen verursacht, wenn er sich in die Haut bohrt.

Suche dir zunächst einen bequemen Platz zum Sitzen oder Liegen. Lege den Tennisball auf den Triggerpunkt und experimentiere mit verschiedenen Druckstärken herum, um herauszufinden, was für dich am effektivsten ist. Du kannst zum Beispiel mehr Druck ausüben, wenn der Triggerpunkt groß ist und weniger Druck, wenn der Triggerpunkt klein ist.

Ablauf einer Triggerpunkttherapie mit Tennisball

Beginne damit, den Tennisball unter die Muskelgruppe zu legen, die dir Schmerzen bereitet. Übe anschließend mit deinem Körpergewicht Druck auf den Ball aus. Möglicherweise musst du ein wenig hin- und hergehen, bis du die perfekte Stelle gefunden hast.

Wenn du die richtige Stelle gefunden hast, halte sie 30-60 Sekunden lang oder so lange, bis sich der Muskel entspannt. Wiederhole diesen Vorgang 2-3 Mal am Tag, bis du eine Verbesserung feststellst.

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Vorteile dieser Triggerpunkt-Behandlung

Es gibt viele Gründe, warum die Behandlung von Triggerpunkten mit einem Tennisball für viele Menschen eine attraktive Option ist. Zunächst einmal ist sie sehr kostengünstig. Du brauchst nur einen Tennisball.

Außerdem ist die Behandlung bequem, weil sie zu Hause und nach deinem eigenen Zeitplan durchführt werden kann. Und schließlich ist diese Behandlung für viele Menschen, die unter verspannten Triggerpunkten leiden, sehr wirksam.

Funktioniert die Methode wirklich?

Eine Triggerpunkt Behandlung mit Tennisbällen ist zwar relativ sicher und einfach zu Hause durchzuführen, aber das bedeutet nicht, dass sie bei jedem funktioniert. Wie bei jeder Form der Selbstbehandlung ist es wichtig, dass du deinen Arzt oder Physiotherapeuten konsultierst, bevor du mit einer neuen Therapie beginnst. Das gilt vor allem, wenn du eine Vorerkrankung haben solltest.

Trotzdem kann es nicht schaden, es einmal zu versuchen. Schließlich sind Tennisbälle relativ preiswert und leicht zu finden. Warum also nicht mal ausprobieren, wenn du das nächste Mal Muskelschmerzen hast?

Alternative Methoden für Triggerpunkte

Um Triggerpunkte effektiv zu lösen, gibt es neben einer Behandlung mit dem Tennisball weitere vielversprechende Ansätze. Dazu zählen:

Für die Selbstmassage:

Für die Anwendung bei einem Massagetherapeuten:

Bei akuten Beschwerden empfehlen wir dringend, den Rat deines Arztes oder Physiotherapeuten aufzusuchen. Dieser Inhalt ersetzt in keiner Weise eine medizinische Beratung oder Behandlung. Eine professionelle Triggerpunkt Behandlung bekommst du in der Regel bei einem ausgebildeten Physiotherapeuten in deiner Nähe.

Die Kosten hierfür können unter bestimmten Voraussetzungen komplett oder teilweise von deiner Krankenkasse übernommen werden. Sieh dir dazu unseren Beitrag Massage auf Rezept an.

Wenn du wissen möchtest, was der Unterschied zwischen einer klassischen Massage und der manuellen Therapie ist, dann schau dir unseren Beitrag Massage oder Manuelle Therapie? an.

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