Mit Massage selbst­ständig machen: Was musst du wissen?

Massageliege in der Massagepraxis Heilbronn
Michael Filipp Termin Massage
Ein Blog­beitrag von Michael Filipp

Wir leben in hektischen Zeiten, in denen es von allem immer mehr gibt. Mehr Arbeit, mehr Stress, mehr Eindrücke. Doch eines kommt bei den meisten oft zu kurz: die nötige Entspannung. Viele Menschen sehnen sich genau jetzt verstärkt nach ihrem inneren Seelenfrieden und suchen häufiger die Dienste von Massagetherapeuten auf.

Egal, ob du gerade mit dem Gedanken spielst, dich als Massagetherapeut selbstständig zu machen oder bereits ein erfahrener Masseur bist. Aktuell ist ein guter Zeitpunkt, um eine eigene Massagepraxis zu eröffnen oder sich nebenberuflich mit Massagen etwas dazuzuverdienen.

Allerdings wissen viele Therapeuten nicht wirklich, wie Sie bei einer Gründung einer Massagepraxis vorgehen sollen und was dabei zu beachten ist. Und weil es mir genauso ging und ich mir damals eine solche Hilfestellung gewünscht hätte, habe ich nun diesen Beitrag verfasst. Er soll die wichtigsten Fragen rund um den Start eines Massagebusinesses beantworten und dich bei der Neugründung unterstützen.

7 einfache Schritte zur Eröffnung eines Massagegeschäfts:

1. Deine persönlichen Voraussetzungen

Um als Masseur oder Massagetherapeut arbeiten zu können, sind einige Voraussetzungen nötig. Du solltest gerne mit Menschen arbeiten wollen und darfst keine Berührungsängste haben. Zudem ist es wichtig, dass du eine gewisse körperliche Fitness mitbringst und einen gesunden Lebensstil pflegst, um den hohen physischen Anforderungen dieses Berufs auch langfristig gerecht werden zu können. Darüberhinaus gibt es aber auch fachliche und rechtliche Voraussetzungen:

Wer darf überhaupt als Masseur arbeiten?

Damit du deinen Kunden tatsächlich etwas Gutes tust und ihnen durch schmerzhafte Fehlgriffe keinen Schaden zufügst, ist eine fundierte Massage Ausbildung absolut notwendig. Bei der Definition deiner Tätigkeit und der Ansprache deiner Kunden gibt es rechtlich jedoch einige wichtige Unterschiede, die du unbedingt beachten musst.

Es wird grundsätzlich unterschieden, ob du deine Massagen als staatlich geprüfter Masseur und medizinischer Bademeister anbietest oder als Massagetherapeut Wellnessmassagen durchführst.

1. Staatlich geprüfter Masseur / medizinischer Bademeister

Die Berufsbezeichnung „Masseur“ ist in Deutschland nicht geschützt. Dennoch bringt eine anerkannte Ausbildung als Masseur und med. Bademeister einige Vorteile mit sich. So bist du mit deinen Massagen nicht nur auf den Wellnessbereich beschränkt, sondern kannst ebenso in Gesundheitszentren oder Therapiepraxen arbeiten. Die größten Unterschiede zu anderen Massagetherapeuten liegen darin, wen du massieren darfst und von woher deine Kunden kommen.

Denn Masseure mit einem anerkannten Berufsabschluss dürfen nach 2-jähriger Ausbildung eine therapeutische Diagnose erstellen und gesundheitliche Beeinträchtigungen ihrer Kunden behandeln. Zudem ist es für sie möglich, ihre Kunden bzw. Patienten von Arztpraxen überwiesen zu bekommen. Somit sind ihre Massagen von der Krankenkasse grundsätzlich abrechnungsfähig. Das erleichtert die Kundengewinnung erheblich.

2. Massagetherapeut / Wellnessmasseur

Anders als beim staatlich geprüften Masseur und med. Bademeister durchlaufen Massagethera­peuten bzw. Wellnessmasseure keine lange Ausbildung. Streng genommen bräuchten sie noch nicht einmal eine Vorqualifizierung, um ihre Dienste anzubieten. Die meisten absolvieren jedoch eine mehrtägige private Massage Ausbildung zum Massagetherapeut oder Wellnessmasseur und sichern sich damit neben Fachkenntnissen auch ein entsprechendes Abschlusszertifikat.

Massagetherapeuten und Wellnessmasseure dürfen nur an gesunden Menschen arbeiten und bieten ihre Leistungen ausschließlich privaten Selbstzahlern an. Es ist daher empfehlenswert, jeden Kunden vorher nach seinen Beschwerden zu fragen und ihn gegebenenfalls zu einem Arzt, Physiotherapeuten oder Heilpraktiker zu verweisen, sollte es gesundheitliche Bedenken bei der Durchführung der Massage geben.

Merke: Massagetherapeuten und Wellnessmasseure ohne staatlich anerkannte Berufsausbildung dürfen nur Wellnessanwendungen (z.B. Ganzkörpermassagen) für gesunde Menschen anbieten.

2. Definiere deine Nische

Im ersten Schritt der Gründung solltest du dich mit dem Marktumfeld im Bereich der Massagen auseinandersetzen, um anschließend deinen Platz darin zu finden. Vielleicht spielst du mit dem Gedanken, einfach so viele verschiedene Dienstleistungen wie möglich anzubieten, damit möglichst viele Kunden davon angesprochen werden.

Das ist keine gute Idee und ich möchte dir erklären, warum. Es ist nahezu unmöglich, alle Bedürfnisse von jedem Massagekunden zu erfüllen. Es ist schließlich wie beim Lieferservice. Was hältst du von Anbietern, die gleichzeitig Pizza, Pasta, Döner, Chinesisch und Burger anbieten? Glaubst du wirklich, die Pizza wird hier der absolute Hammer sein?

Oder gehst du lieber in eine traditionelle italienische Pizzeria, wenn du eine hervorragende Pizza essen möchtest? Ich bin mir sicher, wir beide kennen die Antwort. Und ich bin mir auch sicher, du wärst in der Pizzeria sogar bereit, einen höheren Preis zu bezahlen als beim Allrounder Lieferdienst.

Konzentriere dich auf eine spezielle Dienstleistung

Sei also im übertragenen Sinne lieber die traditionelle italienische Pizzeria und spezialisiere dich von vornherein. Dabei musst du natürlich berücksichtigen, welche Stärken du mitbringst und ob an deinem Standort Nachfrage herrscht. Analysiere im Vorfeld, welche Fähigkeiten du dir aneignen möchtest und welche Zertifizierungen du benötigst, um deine Stärken in einer speziellen Nische optimal einzusetzen.

Die folgenden praktischen Tipps sollen dir dabei helfen, deine Nische zu finden:

  • Wähle deine Zielgruppe: Grundsätzlich sprechen Massagen ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Etwa gestresste Privatleute, die zum Ausgleich in die Praxis kommen oder Firmenmitarbeiter, die von ihrem Unternehmen die Möglichkeit bekommen, im Büro eine mobile Massage in Anspruch zu nehmen. Sportler haben beispielsweise andere Anforder­ungen an eine Massage, als ältere Menschen oder Übergewichtige. All das sind mögliche Zielgruppen und du solltest dir vorher genau überlegen, wen du ansprechen möchtest.
  • Identifiziere die Nachfrage: Durch die Pandemie kann es etwa sein, dass gerade in Physiotherapie Praxen eine erhöhte Nachfrage an Massagetherapeuten besteht. Möglicher­weise stellst du aber auch fest, dass es für deine Dienstleistung keine spezialisierte Praxis in deinem Umfeld gibt. Prüfe daher am besten mit einem Keyword Planner (z.B. keyword-tools.org), wieviel Suchvolumen ein bestimmter Begriff aufweist. Du findest hier beispiels­weise heraus, dass „schwangerschaftsmassage köln“ ca. 390 mal pro Monat gesucht wird. Nun kannst du dir die vordersten Plätze in der Google-Suche ansehen und sie analysieren.
  • Betreibe Marktforschung: Mit Hilfe deiner Analyse des Suchverhaltens und der Webseiten der anderen Anbieter, hast du dir einen Überblick über den Markt verschafft. Nun finde heraus, welchen einzigartigen Mehrwert du liefern kannst, der dich von deinen Mitbewerbern abhebt. Suche aktiv nach Unterscheidungsmerkmalen. Warum sollten Kunden lieber zu dir gehen? Und warum sollten sie bereit sein, bei dir eventuell sogar höhere Preise zu bezahlen. Dieser Punkt ist sehr entscheidend für den späteren Erfolg deines Massagegeschäfts.
  • Informiere dich über deine Konkurrenz: Wenn du weißt, wer deine Mitbewerber sind, kannst du nun gezielt recherchieren. Finde beispielsweise heraus, was sie alles anbieten, welche Preise sie verlangen, wie groß ihr Kundenstamm ist und wie sie neue Massagekunden gewinnen. Gibt es Dinge, die man verbessern kann? Fragen die unbeantwortet bleiben? Dann schreib dir alles auf und nutze diese Infos zu deinem Vorteil, um dem Kunden mehr Nutzen bieten zu können.

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3. Erstelle einen Businessplan

Ein klassischer Businessplan beschreibt im Detail, wie dein Unternehmen aufgebaut werden soll, welche Ziele du erreichen möchtest und vor allem wie diese Ziele erreicht werden sollen. Es ist quasi die Vision deines Massagegeschäfts, dokumentiert in einem Businessplan.

Viele halten diesen Schritt für unnötig und lassen ihn weg. Doch auf lange Sicht kann dich das sehr viel Geld kosten. Denn ein solcher Plan gibt dir die nötige Orientierung, indem du dich an festgelegten Meilensteinen entlanghangeln kannst. Ebenso ist ein Businessplan vor allem dann sinnvoll und notwendig, wenn du für die Gründung deiner eigenen Massagepraxis ein Kredit benötigst. Denn dann musst du der Bank einen solchen Plan vorlegen.

Der ideale Businessplan für dein Massagebusiness sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Zusammenfassung des Businessmodells
  • Informationen zum Unternehmen
  • Umfangreiche Marktanalyse
  • Deine Vermarktungsstrategie
  • Kosten- und Finanzplanung

4. Wähle den richtigen Standort

Bei der Wahl des Standorts für dein Massagegeschäft solltest du darauf achten, dass dieser perfekt zu deiner Zielgruppe passt. Bietest du also Wellnessmassagen zur Entspannung an, ist es sinnvoll, deine Dienste in einer größeren Stadt mit vielen Berufstätigen anzubieten. In einem Kurort kannst du als Angestellter sicher einen Job finden. Als Standort für ein eigenes Massagestudio ist es allerdings der falsche Ort, da deine Zielgruppe hier nicht lebt und gleichzeitig viel Konkurrenz herrscht.

Diese Beispiele sollen zeigen, dass die Entscheidung, wo du dich niederlassen möchtest, eine sehr wichtige ist. Als angehender Inhaber eines Massagegeschäfts musst du diese Entscheidung weise treffen, denn sie könnte unter Umständen nur schwer rückgängig zu machen sein. Doch neben dem Anmieten einer eigenen Praxis gibt es auch noch die Optionen, von zu Hause aus zu arbeiten oder mobile Massagen anzubieten.

a) Massagetherapie von zu Hause aus

Um anfangs möglichst kostengünstig und ohne Risiko zu starten, kannst du deine Massagedienste zunächst bei dir zu Hause anbieten. Damit sparst du dir die Miete für eine Praxis und eventuelle Umbaumaßnahmen. Die Einrichtung in den eigenen vier Wänden geht zwar schneller, allerdings gehen damit auch mögliche Nachteile einher.

Möglicherweise empfinden es einige Kunden als unangenehm, einen Dienstleister in seinen Privaträumen aufzusuchen. Zudem könnte es schwierig sein, den Massageraum professionell einzurichten. Und zwar so, wie es deine Kunden von einer Massagepraxis erwarten. Achte unbedingt darauf, dass der Raum möglichst gut getrennt von deinem privaten Bereich ist. Nur so kannst du deinen Kunden ein angenehmes Erlebnis bieten, ohne, dass sie sich unwohl fühlen.

Absolute No Go´s sind Haustiere, die eine Massagesession stören könnten sowie weitere Störfaktoren wie laute Nachbarn oder Mitbewohner. Stelle sicher, dass sämtliche Sinneseindrücke nicht von der entspannenden Massage ablenken. Hast du vor einer Behandlung beispielsweise gekocht, dann achte darauf, den Essensgeruch vorher unbedingt zu beseitigen.

b) Massagetherapie in einer separaten Einrichtung

Die meisten Kunden werden sich in einer ausgewiesenen Massagepraxis wohler fühlen als in einem Heimstudio bei dir zu Hause. Zwar wird die Qualität deiner Massage die gleiche sein, nicht aber die wahrgenommene Atmosphäre, die sich auf das Unterbewusstsein deines Gegenübers sehr wohl auswirkt. Ein separat angemieteter Massageraum oder eine ganze Praxis verleihen deinem Unternehmen ein professionelles Erscheinungsbild und laden zum Wohlfühlen ein.

Zudem bietet dir diese Räumlichkeit die Möglichkeit, später Mitarbeiter einzustellen, ohne dass diese deine privaten Räumlichkeiten betreten müssen. Auch die Kundengewinnung und der Aufbau deiner Marke gestalten sich leichter, da du bei separaten Räumlichkeiten in der Regel mehr Möglichkeiten besitzt, mit Aufstellern, Logos oder Schildern auf dich und deine Praxis aufmerksam zu machen. Hinzu kommt die höhere Sichtbarkeit bei Laufkundschaft.

Unser Tipp: Wenn du aktuell noch vorsichtig bist und nicht direkt in einen zusätzlichen Raum investieren möchtest, dann starte ruhig von zu Hause aus und sammle deine ersten Erfahrungen. Sobald du deine ersten Einkünfte erzielt hast und dir sicher bist, kannst du den Schritt in eine eigene Räumlichkeit später immer noch gehen – denn er ist durchaus sinnvoll.

c) Mobile Massage oder Büromassage

Nicht jeder Kunde kann oder möchte zur Massage extra in eine Einrichtung fahren. Einige bevorzugen es aus Bequemlichkeit, den Masseur zu sich nach Hause kommen zu lassen. Viele ältere Menschen sind aufgrund verschiedener Beeinträchtigungen nicht in der Lage, zu dir zu kommen. Und wieder andere nutzen das Mitarbeiterangebot ihres Arbeitgebers und lassen sich einen mobilen Masseur zur Büromassage in der Mittagspause ins Firmengebäude kommen.

Gerade Unternehmen können hierbei eine interessante und lukrative Zielgruppe für dich sein, da Arbeitgeber in Deutschland nach §3 Nr. 34 EStG einen jährlichen Freibetrag von 500,-€ pro Jahr für jeden ihrer Mitarbeiter für die betriebliche Gesundheitsförderung nutzen können. Diese Kosten sind für die Arbeitgeber steuer- und sozialversicherungsfrei.

Egal ob beim Kunden zu Hause oder am Arbeitsplatz. Mit der mobilen Massage verschaffst du dir einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, da die Nachfrage zwar steigt, jedoch nur wenige Massagepraxen diesen Service anbieten. Du solltest aber auch berücksichtigen, dass jede Fahrt zusätzlich Zeit und Kosten verursacht, du deine Massageliege inklusive Equipment jedes Mal hin und her transportieren musst und dich auf immer neue Gegebenheiten vor Ort einstellen musst.

5. Firmenname und das passende Design

Der einfache Weg ist es, dich einfach mit „Massagepraxis + dein Name“ zu benennen. Ist das jedoch wirklich einprägsam? Eher nicht. Nutze deshalb einen Namen, der einzigartig für dein Konzept steht und in den Köpfen deiner Kunden hängen bleibt. Du profitierst vor allem langfristig davon, wenn du von Beginn an auf den Aufbau einer Marke setzt. Mit der Zeit entsteht ein Wiedererkennungswert und Leute werden auf Google nach dir suchen.

Hier ein paar Tipps für die Wahl eines perfekten Namens für dein Massageunternehmen:

  • Wähle einen ästhetisch klingenden Namen: Er sollte leicht zu verstehen und einfach zu buchstabieren sein. Nur so können sich Menschen dein Unternehmen merken. Auch die Länge ist entscheidend. Grundsätzlich gilt: Je kürzer, desto besser.
  • Relevanz ist entscheidend: Der Name sollte aussagen, wofür dein Unternehmen steht. Verzichte daher auf Begriffe, die im Kontext zu deiner Dienstleistung keinen Sinn ergeben oder bei denen dein Kunde zu weit um die Ecke denken muss, um sie zu begreifen.
  • Beachte das Markenrecht: Vergewissere dich, dass der gewünschte Name nicht bereits rechtlich geschützt wurde. Damit ersparst du dir eine Menge Ärger. Eine gründliche Internetrecherche, beispielsweise im Markenregister des deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) kann dir dabei helfen.
  • Google deinen gewünschten Namen: Schau nach, welche Webseiten auftauchen und womit sie assoziiert werden. Eventuell stößt du dabei auf ähnliche Begriffsvarianten, die sogar besser passen würden.

Sammle zunächst 3-5 mögliche Namen und prüfe dann, ob die entsprechende Webadresse (Domain) noch verfügbar ist. Ich würde dir immer dazu raten, eine .de Domain zu wählen, wenn du Kunden in Deutschland ansprichst. Bei Schweizern eine .ch Domain und bei Österreichern entsprechend eine .at Domain. Nutze zum Überprüfen von freien Domains den kostenlosen Check von checkdomain.de.

Alles einheitlich: Von der Domain bis zur Einrichtung

Bedenke, dass dein Name überall einheitlich erscheinen sollte und die Verfügbarkeit der Domain daher von entscheidender Bedeutung ist. Unter Umständen kann dies die Suche nach einem geeigneten Namen deutlich erschweren. Aber lass dich nicht unterkriegen: Du wirst früher oder später ganz sicher einen passenden Namen inkl. freier Domain finden.

Überlege dir anschließend, welche Farben du nutzen möchtest und wie dein Massageraum aussehen soll. Du möchtest mit deinen Dienstleistungen ein Erlebnis bieten, und dieses Erlebnis sollte einheitlich sein. Dein Logo, die Inneneinrichtung und alles andere sollte deine Marke widerspiegeln und die gleiche Ästhetik bieten.

Bei der Inneneinrichtung solltest du auf passende Farben und eine freundliche Atmosphäre achten, in der deine Kunden Entspannung finden können. Sorge für eine gute Beleuchtung mit angenehmer Helligkeit, um deine Räumlichkeiten perfekt in Szene zu setzen.

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6. Optimale Ausstattung und Equipment

Mit einem geeigneten Raum und einer Massageliege ist es noch lange nicht getan. Um nun die ersten Kunden empfangen zu können, benötigst du weitere Ausstattung und das richtige Equipment, mit denen du deinen Massageraum einrichten solltest.

Hier eine Liste von Dingen, die du möglicherweise benötigst:

  • Massageliege
  • Massagestuhl für Stuhlmassagen
  • Lagerungsmaterial (Kissen, Rollen, Polster)
  • Liegebezüge
  • Kopfstützenbezüge
  • Handtücher (groß und klein)
  • Massageöle und Aromaöle
  • alternativ: Lotionen und Cremes
  • Desinfektionsmittel
  • Lautsprecher und Musik
  • Kerzen
  • Stauraum für Utensilien
  • Wäschebox

Verwende ein Online Terminbuchungstool

Neben der erwähnten Ausstattung benötigst du auch eine entsprechende Software, um deine Kundenanfragen zu verwalten. Wir empfehlen dir dafür die Nutzung eines Terminbuchungstools. Damit können sich Kunden selbstständig einen Termin in deinem Kalender buchen und sie erhalten automatisierte Erinnerungen. Für dich bedeutet das vor allem eines: Weniger administrativer Aufwand und damit weniger Stress.

Auch Follow-Up E-Mails wie z.B. zur Einholung von Google-Rezensionen können mit einem solchen Tool automatisiert nach einer Massage verschickt werden. Wir nutzen hierfür Calendly und können das Tool guten Gewissens weiterempfehlen. (Unbezahlte Empfehlung)

7. Baue dir einen Kundenstamm auf

Wenn alles andere erledigt ist, kommt es zur wichtigsten Frage eines jeden Selbstständigen: Wie kommst du nun an neue Kunden? Oder besser gesagt, wie finden Kunden zu dir? Hier sind einige Möglichkeiten wie du anfangen kannst, um nachhaltig mehr Stammkunden an dich zu binden:

a) Mundpropaganda und Empfehlungen

Sprich mit so vielen Menschen wie möglich. Familie, Freunde, Bekannte. Sie alle sind potenzielle Botschafter deines neugegründeten Massagegeschäfts. Bitte sie, dich aktiv weiterzuempfehlen und gebe ihnen dafür Visitenkarten und Flyer mit an die Hand. Auch wenn nicht immer sofort etwas dabei rumkommt; auf lange Sicht finden auf diese Art immer wieder neue Kunden den Weg zu dir.

b) Website und Online Branchenverzeichnisse

Nutze das Internet als Marketingkanal und leg dir eine eigene Website zu. Dafür kannst du entweder mit einem Webdesigner zusammenarbeiten oder dich selbst ans Werk machen. Wichtig sind zudem Einträge in gängigen Online Branchenverzeichnisse, um hier eine gewisse Sichtbarkeit zu generieren und gefunden zu werden.

Hier solltest du unbedingt deine Firmendaten hinterlegen:

  • Google MyBusiness
  • Yelp
  • Bing
  • werkenntdenbesten
  • 11880
  • GelbeSeiten
  • Golocal
  • Goyellow
  • theralupa
  • Cylex

Einige dieser Portale bieten kostenpflichtige Pakete an. Unserer Erfahrung nach reicht allerdings eine kostenfreie Eintragung völlig aus. Sei darauf vorbereitet, dass einige diese Portale nach deiner Eintragung den telefonischen Kontakt zu dir suchen werden, um den Eintrag „freizuschalten“. In Wahrheit sind dies Werbeanrufe, um dir ein kostenpflichtiges Upgrade zu verkaufen. Lehne hier dankend ab und sag gerne dazu, dass dir der Basis-Eintrag genügt.

c) Social Media (Facebook, Instagram, LinkedIn)

Erstelle dir auf den Social Media Plattformen Facebook, Instagram und LinkedIn einen Unternehmens-Account und nutze diese Kanäle, um hier regelmäßig zu posten. Fülle deine Profile mit allen relevanten Infos, die ein Kunde benötigt, um mit dir einen Massagetermin zu vereinbaren. Auch die Werbefunktion über Facebook Ads könnte interessant für dich sein. Ziehe hierzu aber lieber einen Experten zu Rate, falls du dich damit nicht gut auskennst.

d) Verwende Gutscheine und Rabatte

Gutscheinaktionen oder zeitlich begrenzte Rabatte können dir kurzfristig neue Kunden in die Massagepraxis spülen. Natürlich solltest du hierbei aber achtsam sein und stets im Auge behalten, dass du mit deinen Preisen die Kosten deckst und profitabel bist. Als erster Schritt, um überhaupt an deine ersten Kunden zu gelangen, kann dies aber eine großartige Möglichkeit sein.

Selbstständig mit Massage – Das Fazit:

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist groß. Er kann sich aber für dich lohnen, wenn du einige wichtige Dinge beachtest. In diesem Beitrag hast du einen Überblick darüber bekommen, welche Schritte bei der Gründung eines Massagegeschäfts nötig sind und worauf du achten solltest. Jeder Massagetherapeut hat seinen eigenen individuellen Stil und eine andere Ausgangslage. Nutze diese Informationen als Ausgangspunkt und speichere dir den Beitrag gerne in deinem Browser ab.

Und nun, viel Erfolg bei deiner Neugründung!

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